Trogir – Dubrovnik with AAT (Amotion Adventure Tours)

Trogir – Dubrovnik 2014

Wie viele Kilometer muss man paddeln um den Beinamen ‘der Seefahrer’ tragen zu dürfen?
Diesmal habe ich eine Woche Zeit und habe mir in den Kopf gesetzt, die kroatische Küste von Split nach Dubrovnik zu erkunden. Mit dem totalen  Anfängerglück beim Paddeln ist es inzwischen  leider vorbei – entsprechend besser ist auch meine Vorbereitung. Das neue Boot verdient  den Ausdruck ‘seefest’ und an der Ausrüstungsschraube wurde sowieso fleißig gedreht – das macht ja bekanntlich mehr Spass wie das Üben von Eskimorollen. Die beherrsche ich immer noch im Costa Concordia Stil: der Captain verläßt als erster das kippende Schiff und dann braucht es viele technische Hilfsmittel, um das Boot wieder aufzurichten.

In Seget bei Trogir sitze ich zuerst auch einmal fest, zwar nicht auf einem Felsen wie die Costa Concordia sondern nur am Campingplatz, aber eine Gewitterfront folgt auf die andere und  ich warte auf ein Wetterfenster, das mich zumindest zur nächsten Insel kommen läßt. Somit habe ich Zeit mir die kroatische Küste vom Auto aus anzusehen und ich erforsche Primosten (mit dem schönsten Friedhof für Seefahrer der Welt), Sibenik und Trogir. Die Zeit verinnt und das Wetter wird nicht besser – dafür die  virtuellen Tagesetappen um Dubrovnik  zu erreichen  jeden Tag ein bisschen länger….

Dienstag nachmittags ziehen die Gewitter endlich ab, der kroatische Seewetterdienst verspricht ein paar Tage mit leichtem bis mäßigen Seegang, sagt die Gewitter nur im Norden voraus und kündigt schwachen bis mäßigen Wind an, klingt ja auch nicht so schlecht!

Leider ist gutes Segelwetter  kein gutes Paddelwetter und mäßiger Wellengang bei den Kroaten bedeutet Wellenhöhen bis 2.5 Meter – aber egal – ich habe vom Herumsitzen genug und will wissen wieviele Höhenmeter es bis Dubrovnik sind!
Der barometrische Luftdruckmesser am GPS addiert kontinuierlich meinen Weg durch die Wellen auf und am Ende stehen 4500 Hm auf meiner Bilanz. Das macht bei 250 Km einen Höhenunterschied von 18 Meter am Kilometer. Das ist wohl der Grund, dass es hie und da so zäh weiter gegangen ist. Dass Dubrovnik so viel höher liegt wie Split bleibt mein Geheimnis, das ich keinem Kartographen verrate!

Zugegebenermassen ist es in der Früh immer ruhig und daher läutet der Wecker jeden Tag schon vor 6:00 um die Morgenstunden am Meer nutzen zu können. Erst ab ca 10:00 frischt der Wind auf und die Segler kommen aus ihren Häfen.

Meine Route führt mich diesmal  über Solta, Brac, die Ostspitze von Hvar und weiter auf die Halbinsel Peljeska und entlang von Sipan weiter in den Süden.
Mit meiner Routenplanung bin ich ja an sich ganz zufrieden, ich laufe in entzückende Buchten und verschlafene Hafenstädtchen ein, finde einsame Strände und kilometerlange Steilküsten. Zugegebenermaßen gibt es mehr felsige Küsten als schöne Strände – aber sonst wäre es ja nicht Kroatien! Leider schwebt das Damoklesschwert der Fähre am Sonntag morgen und die beruflichen Termine in der Folgewoche über mir – statt Bier gibt es Mineralwasser und statt üppiger Fischplatten Kohlehydrate – der Zeitplan ist leider extrem straff diesmal und 50 – 60 km stehen jeden Tag am Plan.

Bei meiner Pause auf Sipan unterhalte ich mich mit kroatischen Motorbootfahrern, die mir erzählen, dass für den nächsten Tag Südwind bis 80 km/h zu erwarten ist. Ich lege deshalb noch eine extra Etappe ein und probiere so nahe wie möglich nach Dubrovnik zu kommen. Ein aufziehendes Gewitter stoppt mich, der Schlafplatz verdient seine Bezeichnung nicht – aber ich liege immerhin nur 5 km vor Dubrovnik.

In der Nacht ziehen dann wie vorausgesagt weitere Gewitter über die Küste. Am Vormittag nütze ich ein kurzes Wetterfenster, um die letzten Meter in den Hafen von Dubrovnik zu schaffen – meiner Fähre nach Split winke ich freundlich zu – aber immerhin bin ich am Ziel. Auf der einen Seite des Hafenbeckens liegt die Costa Fomosa, und einige Luxusyachten – auf der anderen ein paar Fischerboote und mein kleines grünes Tiderace.

Die Burg von Dubrovnik habe ich nicht erobert, sondern mich still und heimlich in den Hafen geschlichen – den Ehrentitel Seefahrer habe ich mir diesmal nicht verdient.

Resümee:
Heuer war ich nicht nur in einem besseren Boot und mit geeigneterer Ausrüstung unterwegs, sondern wurde auch von der Zentralanstalt für Metreologie und Geodynamik 2mal täglich mit Wettervorhersagen und Unwetterwarnungen per SMS versorgt. Auch wenn die Bedingungen diesmal viel ungünstiger waren wie bei der Kreuzfahrt Riejeka  – Split war ich doch in Summe sicher und besser organisiert unterwegs. An den Tagesetappen und der Tourenplanung muss ich vielleicht noch arbeiten, Fischteller und kroatische Weine statt Packerlsuppen und Nudeln ist die Devise für die nächste Tour: Triest  – Riejeka: ich freu mich!!!

Tag 1: Seget Vranjica, Camping Belvedere – Solta: Schlafplatz in super Bucht, hoher Wellengang
Tag 2: Solta  – Brac – Hvar: Kap der guten Aussicht und viel Seitenwind und Wellen
Tag 3: Rund um die Ostspitze von Hvar: auch Fischer haben ihre Verstecke (und Mülldponien)
Tag 4: Hvar – Peljeska: schöne Bucht hinter dem Leuchturm, aber Sturm darf keiner kommen…
Tag 5: Peljeska – Kolocep: Monsteretappe, Gewitter vor Dubrovnik
Tag 6: Kolocep – Hafen Dubrovnik: auch Dubrovnik hat eine häßliche Seite, Gewitter und Wind

Paddelstrecke: 252 km
Höhenmeter in den Wellen: 4500 Hm (rauf und wahrscheinlich auch wieder runter)
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 5.3 km/h
Maximale Geschwindigkeit: 11 km/h (sicher abwärts)
Paddelzeit: 4 Tage und ein paar zerdrückte Stunden am ersten und letzten Tag
1 kg Nudeln
4 Packerlsuppen
18 Liter Mineralwasser
1 Liter Wein
ein paar Bierdosen
10 Schokoladen
14 Fruchtschnitten (Darbo)
12 Mars/Snicker
3 glückliche Wirte

Pferdestärken 2014

Doppelt ist Schicksal

Südostwind auf der Donau

Skaten mit Benni (und meinem DJI Phantom)

Mödlinger Advent

So ein Besuch eines Adventmarkts motiviert zum Spielen …

Nichts ist schlimmer als einen Berg neuer Spielsachen daheim zu haben und diese nicht zu verwenden! Irgendwann haben Johannes und ich es doch wieder einmal geschafft und wir sind mit den neuen GoPros 3 losgezogen. GoPro Videos liegen seit Jahren im Trend, also höchste Zeit,  diesem mit 4 Jahren Verspätung nachzulaufen.
Zugegebenermassen hat es dann doch  nicht geklappt, das ‘GoPro only’ Video muss warten! Die Blackmagic Pocket liegt ja auch seit einiger Zeit in der Spielkiste und musste genauso einmal aus der Tasche.
Es war ein gelungener Ausflug der Lust auf mehr macht, die GoPros hängen schon wieder am Ladegerät!

Tiderace Vortex

Nach meinen Erfahrungen in Kroation war mir  klar, das nächste Boot ist wirklich fit für ‘Rough Water’, wobei ich da nicht an Vodka denke sondern an weiße Schaumkronen (also Bier)!

Kurz im Internet gesurft wurde ich gleich fündig: ‘play the sea’ war das Schlagwort! Toll, besser ich spiele mit dem Meer wie das Meer mit mir, dass ich dafür ‘Mehr’ zahle nehme ich in Kauf! Ein Tiderace Vortex  wurde das Boot meiner Wahl.

Peter von www.kayak4you.de hat mir das Boot runter nach Nürnberg mitgebracht, also Boot abholen und gemütlich durch den Donaudurchbruch paddeln war die erste Idee! Leider spielt das Wetter nicht mit, in Germanien regnet es, dafür bläst ein kräftiger Südost von unseren ungarischen Freunden. Am Kuchelauer Hafen stehen bei diesen Bedingungen die Wellen – also was liegt näher als so schnell wie möglich heimzufahren und das Boot in bewährten Bedingungen zu testen?

Zum Vortex: Ich glaube wieder an Liebe auf den ersten Blick! Schlanke Linien, vielleicht nicht ganz so stabil wie ich es brauche, etwas eng zum Reinkommen, aber wenn mal einmal drinnen sitzt, einfach zum Wohlfühlen.

Und am Wasser war’s noch besser: im Vergleich zu den Wellen in Kroatien habe ich diesmal nicht die letzte Feuchtigkeit aus den Carbonrohren des Paddels gepresste, ok – ganz entspannt war ich nicht aber ‘big waves – big fun’ unterschreibe ich noch immer!

Für die Photo- und Videosession habe ich aber dann doch Gregor ins Boot gesetzt! Das hat sich auch mit Johannes tausendfach bewährt: besser ich bleibe hinter der Kamera, da weiß ich genau was ich mache!

Kurze Zusammenfassung: das Boot ist nicht mehr die Grenze, der Fahrer kann wieder aufholen! Zugegebenermassen bin ich einmal geschwommen. In der Flußmitte war ich (wie in Kroatien) vorsichtig und konservativ unterwegs. In Ufernähe habe ich einmal zu stark aufgekantet, eine Welle war zu schnell da und schon war ich im Wasser ….. jetzt wird eskimotieren geübt: das Boot kann es!

 

Seit letzter Woche auch im IBC:

http://www.mtb-news.de/news/2013/09/18/gretlfrage-oder-filmen-in-bergen/

Und hier ist der Artikel:

Die Gretlfrage

Seit 2009 sind Johannes und ich ein eingespieltes Team, Johannes trialt durch die schwierigsten Passagen und ich humple mit Stativ und Kamera hinterher. Nebenbei sind wir ständig auf Suche nach neuen Wegen und befahrbaren Bergen und hadern mit dem Schicksal, am äußersten Ausläufer der Alpen daheim zu sein. Nur an ganz wenigen Föhntagen ist der Schneeberg – der östlichsten 2000er der Alpen – von Wien aus zu sehen. Die Fahrzeiten zu neuen Zielen werden leider immer länger.

Meine Bikekarriere hat mit einem Sturz geendet bevor sie begonnen hat und das Filmen hat sich zum Faden entwickelt, der mich nach wie vor mit der Bikebergszene verbindet. Ein zeitlich fordernder Job lässt mir nicht viel Zeit fürs Schneiden – was zählt ist ein Tag mit Freunden in den Bergen, der Film ist ein kleines Erinnerungsstück, eine kleine Dokumentation eines Bergtages.

Mit der Zeit stellt sich allerdings trotzdem die Frage, ob sich die ganzen Anstrengungen auch lohnen? Hätte ich das Geld das inzwischen in Videoausrüstung, Kamera und Objektiven steckt nicht doch besser in Bier investieren sollen, da gibt’s bekanntlich immer garantierte 4%.

Bei anderen Filmern gefallen mir die frühen Werke manchmal fast besser wie die aktuellen, nichts kommt an das ‘Pure Vanilla’ von Harald Philipp und Sebastian Doerk heran, das in uns Filmern den Wunsch nach einem guten Weitwinkel geweckt hat und allen Lust auf Gardaseetrails gemacht hat.

Um unsere Gretlfrage zu beantworten haben wir ein Ziel in den Wiener Hausbergen gewählt, das wir 2009 schon einmal angesteuert haben.

Was hat sich alles geändert:

Diesmal war statt einer Videocam eine DSLR mit dabei. Die Vorteile des Weitwinkelobjektivs und der höheren Robustheit lassen mich hi und da zu dieser Wahl greifen. Die Einschränkungen die der nicht vorhandene Sucher und das Bedienkonzept mit sich bringen, lassen mich beim alpinen Filmen allerdings immer wieder einmal  verzweifeln, egal – was nicht gelingt, wird als gewollte künstlerische Freiheit verkauft oder so gut wie möglich im Schnitt kompensiert.

Beim Filmen gibt’s wie immer die Kompromisse. Selber fahren und filmen bringt leider das Problem, dass immer das eigene Bike im  Weg liegt. Außerdem kommen mit Kamera und Stativ doch einige Kilo zusammen, die das Bikevergnügen auf Null reduzieren. Ein Rad verwende ich gerne für einfache Anfahrten, dann bleibt es liegen und ich gehe mit Rucksack und Stativ weiter. Meine Wohnung ist voll mit Videokram, der im Tal tolle Effekte liefert. Wenn ich allerdings alles selber tragen muss, dann reduziere ich ganz gerne wieder auf das Wesentliche.

Ich werde immer gefragt, wieso es in unseren Filmen keine Hoppalas im Abspann gibt. Doch, diese gibt es aber da wir uns oft im absturzgefährdeten Gelände bewegen bin ich recht froh, dass Johannes meine Nerven fast nie auf die Probe stellt. An einen Bauchfleck im Jahr 2009 können wir uns beide noch ganz gut erinnern – aber der Stunt funktioniert heuer nicht mehr. Ich bin darüber gar nicht wirklich böse!

Bei Johannes ist das Rad viel leichter geworden. War es 2009 noch ein Freerider mit 180 mm Federweg, bewältigt er heuer die Stellen in einem leicht aufgebauten Enduro. Aktuell experimentiert er mit 650b und ich glaube manchmal den Wunsch nach besseren Reifen aus seinen offenen Augen zu lesen, aber mit etwas Nervenstärke lässt sich bekanntlich so manches Handicap kompensieren und eine früher unfahrbare Stelle gelingt trotzdem!

Daheim habe ich mir dann in aller Ruhe das alte und das neue Video angesehen.

Die schwierigen Stellen schauen bei Johannes noch spielerischer aus, ob das an den größeren Rädern oder an noch mehr Fahrpraxis liegt? Am gleichen Tag waren Freunde am Steig unterwegs, bei der Einstellung von Christoph kommt der Wahnsinn der Schlüsselpassage vielleicht noch mehr zu Geltung!

Und filmerisch? Ich kann mir mein altes Video nicht mehr ansehen, der Schatten des Kamermanns ist ständig im Bild, ein Achensprung nach dem anderen und wenig Kontinuität – aber dafür einen seltenen Bauchfleck von Johannes im Abspann! Und beim neuen kenne ich auch schon wieder alle Fehler ….

Aber wie anfangs gesagt, dass wichtigste ist der gelungene Tag mit Freunden in den Bergen, ein gemütliches Bier nach der Tour – und in in 20 Jahren werde ich statt Tauben zu füttern mich über die Videos und Erinnerungen freuen.

Was habe ich in 5 Jahren alpines Filmen gelernt? Zum Schluss ein paar Beobachtungen und Erfahrungen, auch wenn ich ungern die Geschichte vom leeren Akku am Großvenediger  erzähle.

Nimm Ersatzakkus mit (siehe Großvenediger)
Schwierige Stellen werden immer einfach wirken ….
Beim Filmen mit DSLRs: verwende Graufilter (variabel) um die Shutterzeit bei 1/50 oder 1/100 zu halten, Video lebt von Motion Blur und die 1/1000, die bei Fotos funktionieren, wirken hackelig.
Verwende ein Stativ, wenns leicht sein soll, ein Einbein oder einen Bohnensack. Im Tal habe ich ein ruhige Hand, aber am Berg schaut‘s oft anders aus.
Schärfe: in der Helligkeit die Schärfe am Display schwer zu beurteilen. Eine Videocam hat einen Sucher, bei DSLR oder EVIL hilft nur eine Sucherlupe oder abblenden und Schärfe auf knapp unter unendlich (Bei Canon gibt es Magic Latern mit Peaking – bei Nikon leider nichts).
Arbeite bei DSLRs mit abgeschaltetem Autofokus, das Fokuspumpen ist schwer künstlerisch zu rechtfertigen, entscheide dich wo es scharf sein soll.
Erzähle eine Story, außer der Fahrer ist wirklich gut!
Probiere Orginalton aufzunehmen, auch wenn es wegen Wind und Wetter viel Auschuss geben wird.
Die aktuellen Hits aus dem Radio zur Untermalung bringen Probleme mit dem Urheberrecht und Verwertungsgesellschaften. Die Abhilfe bringt die Verwendung von creativ common Musik. Achte aber auf eine Lizenz, die eine Bearbeitung erlaubt. Informationen gibt es unter: http://creativecommons.org/licenses/
Meine Wahl: http://ccmixter.org/find-music
Wechsle die  Einstellungen, nur Abfahrten über Wiesen werden schnell langweilig, zeige Details, Panoramas, Zeitlupen, verwende Zwischenbilder, übertreibe nicht mit Zeitlupen und Helmkameraaufnahmen.
Wechsle nicht unkontrolliert die Bewegungsrichtung der Fahrer, ein Fehler den viele ,Fotografen-Filmer‘ machen.
Fahrer die abwechselnd von links und rechts durchs Bild fahren, lassen keinen Bewegungsfluss aufkommen.
Achte zumindest ein bischen auf Lichtstimmungen und Story
Mich interessieren die Fahrer? Wer ist er, wie schaut er aus? Nur Full Face Helme sind austauschbar und langweilen mich!
Ich mag keine Studiointerviews in Filmen, das können die englischen Filmemacher mit Gesprächen vor einem offenem Kamin besser!  https://vimeo.com/12836863
Vermeide Ödland, das die Osterreichischen Bundesforste  verwaltet (Danke Sebastian für das Austesten und den Tip)
http://www.wildmedia.at/fileadmin/user_upload/WILD.MEDIA/Dokumente/OEBf_Tarifliste_Film_Foto_2013.pdf
Keine Schwenks mit einem Fisheye (sorry Colin)
Chris Akkrig bleibt der König der Filmemacher (https://vimeo.com/user1089639/videos)

Das waren ein paar kurze Gedanken, die Liste ist weder vollständig noch richtig und sehr persönlich geprägt, für Anregungen und Ergänzungen bin ich dankbar.

PS: Für die nicht Goetheleser unter uns hilft Wikipedia:

Die Gretchenfrage bezeichnet eine direkte, an den Kern eines Problems gehende Frage, die die wahren Absichten des Gefragten entlarven soll. Sie ist dem Gefragten meistens unangenehm, da sie ein Bekenntnis verlangt, um das dieser sich bisher herumgedrückt hat.

 

Links zu den Videos:

Bauchfleck:

Steep Throat:

 

Frau ohne Nerven:
YouTube Preview Image

 

650b against bad girl (Gretl):

 

 

Die Gretlfrage

2009 sind Johannes und ich schon einmal zum Filmen dort gewesen und irgendwie war bei uns eine Neugierde da: haben wir uns verbessert oder hätte ich das ganze Geld, das in die Videoausrüstung geflossen ist, doch lieber in Gösser investieren sollen?

Ich weiß es leider immer noch nicht ….
Diemal waren es ein paar Experiment mit der Nikon D600 und Verlaufsfiltern – der Look ist wirklich so gewollt!

Bellavista

Manchmal funktioniert nicht alles wie geplant, der Glockner leuchtet nicht im kitschigen Abendlicht, die Wolkenstimmung ist schön aber bedrohlich und statt Videoaufnahmen schießen wir ein paar schnelle Fotos und Johannes fährt  mit Kamera und Drohnen schnell zurück zur Glorerhütte damit zumindest 50% trocken ankommen – der alte Mann schafft’s dann auch noch!
Am geplanten Berg liegt auch noch viel Schnee. die Temperaturen sind hoch und auf der Hütte ist es gemütlich, es nützt nichts: diesmal werden die kleinen Brote gebacken und wir kommen wieder.
Unser Ziel vom Samstag wird am nächsten Tag bei perfektem Morgenlicht wieder besucht, diesmal zeigt sich keine Gewitterwolke am Horizont und alles passt. Johannes habe ich gesagt, der Berg ist eine guter Platz für ein paar Fotos. Eine vollständige Befahrung des Trails kann ich mir eigentlich nicht so ganz vorstellen …

Und es kommt wie fast immer, Johannes meistert unser Schitourengelände souverän, als Filmer plage ich mich mit einem neuem Problem: auch die Schafe habe diesen Berg als Lieblingsgipfel gewählt und entsprechend zahlreich sind die Fliegen: diesmal gibt keine Sensorflecken auf den Bildern sondern echte Fliegen!

Ein Danke nochmals an die Mannschaft der Glorerhütte, wir haben und wirklich wohl auf der Hütte gefühlt.  Ein paar Touren an der Grenze des Nationalparks Hohe Tauern fallen uns noch ein ….  wir kommen wieder!

Pferdestärken und San Lucar

San Lucar ist ein wichtiger Sponsor von Andrea und ihrem Team von ‘Pferdestärken’

Für das heurige Benefiz – Golfturnier, bei dem wieder einiges für Pferdestärken und Karl gespendet wurde, haben Andrea und ich 2 kleine Videos produziert, um die Arbeit des Vereins vorzustellen bzw, um einmal Danke für die Hilfe zu sagen:

Geschichten vom Hüttenwirt

Der Hüttenwirt des Matrashauses am Hochkönig ist ein begnadeter Hüttenwirt, der seine Hütte mit viel Liebe und Umsicht leitet. Allerdings gibt es auf seiner Homepage eine Besonderheit, die sich unter Extras findet: nämlich die Geschichten vom Hüttenwirt. Ganz besonders geschickte oder unbelehrbare Bergsteiger finden sich dann in lesenswerten Berichten wieder. Das macht eine Besteigung des Königsjodlers natürlich nochmals spannender, man muss zuerst die Schwierigkeiten des Steigs meistern und sich dann noch fürchten in der Anekdotensammlung des Wirts zu landen!

Vor allem wenn man wieder was ausgeheckt hat, das eigentlich nicht vernünftig ist. Zuviele Stunden im Büro, bei Kunden und im Auto haben mir eine Art Fernfahrerfigur beschert, meine Kondition ist im Keller und in Osttirol kann sich auch keiner mehr an meine Heldentaten erinnern, in einem Wort: das bergsteigerische Karriereende liegt schon lang hinter mir. Aber irgendwie will ich es doch immer wieder einmal wissen, ob sich mangelnde Fitness durch Motivation ausgleichen lässt, in einem Wort ich bin ein Kandidat für die Geschichten vom Wirt!

Noch dazu will ich in der Nacht einsteigen, denn  Stausteherei habe ich schon aus beruflichen Gründen genug. Das Konzept ist also einfach: ein Nachmittagsschläfchen dann in Wien ins Auto setzen, zuerst Wolfgang und dann Flo in Fuschl abholen, zum Einstieg, losmarschieren und zum Frühstücksbier am Matrashauses auftauchen. Und die Fotoausrüstung muss natürlich mit. Bei mir sind die Prioritäten klar: statt Wasser und Jause kommen Linsen und Fotokram in den Rucksack, der soll ja auch so schwer werden wie der Träger!

Wie war es dann wirklich? Der Weg zum Einstieg war dank moderner Lampen leicht zu finden, die Kletterei am leeren Steig ein Vergnügen und die Objektive habe ich bei Wolfgang in den Rucksack gepackt! Das mit dem Fotografieren hat dann aber nicht so funktioniert wie erwartet. Um nicht in den Geschichten vom Wirt zu landen, habe ich doch eher probiert einen Kletterrhytmus zu finden und habe die D600 nur selten ausgepackt. Aber die schönsten Bilder macht eh der Kopf, die werden dann in der Erinnerung sogar noch schöner – eine Raw Bearbeitung die keine Zeit kostet und perfekte Ergebnisse bringt.

Zurück zum Königsjodlers: er ist einfach lang, wie bei einem schlechten Horrorfilm, wo das Monster immer wieder erwacht, taucht auch immer ein neuer Einschnitt auf, wenn man glaubt schon ganz oben zu sein! Zum Glück ist es bei uns kein Horrorfilm: die Kondition reicht bei mir zumindest für den Aufstieg, bei den oberen Gratteilen kommt bei uns die Sonne raus und im kitschig schönen Morgenlicht überschreiten wir Gratturm um Gratturm und freuen uns über die atemberaubende Aussicht (oder ist doch die Höhe, die mir die Luft nimmt?)

Um 8:00 sind wir beim Ausstieg und wenig später sinniere ich im Matrashaus ob das jetzt ein Frühstücksbier, ein Mittagsbier oder ob doch schon die Feierabendrunde ist. Feierabend leider nicht, den bei mir steht die größte Herausforderung noch bevor. Dass ich mich aufwärts mit Routine durchschummeln kann, war mir klar nur abwärts zählt leider nur noch Kraft und Fitness! Um mehrere Fehler machen zu können entscheiden wie uns für den Normalweg über die Mitterfeldalm, im Birgkar liegt zuwenig Schnee für die Schi aber zuviel für die Wanderschuhe. Wolfgang und Flo schicke ich vor, die sollen vom Dientner Sattel das Auto holen. So kann ich wenigstens beim Abstieg in aller Ruhe an Erschöpfung sterben. Am gleichen Tag wird gegen 16:00 eine polnische Bergsteigerin vom Königsjodlers ausgeflogen, die vor  Erschöpfung zeitweise ohnmächtig war. So lange will ich allerdings nicht warten und einen extra Transport für mich – nein, zu aufwendig, das Bier bei der Mitterfeldalm ist Motivation genug. Zugegebenermaßen gehe ich wie ein sehr alter Mann, aber man kann durch Wille sehr viel kompensieren, und wenn es nur der Wille ist, so schnell wie möglich zum nächsten Bier zu kommen.

Am späten Abend sind wir zurück in Wien, staubig, müde und glücklich zumindest den Geschichten vom Wirt entkommen zu sein und mit der Erkenntnis, dass Training und Fitness einfach überbewertet werden.

 

PS
Das mit der Fernfahrerfigur stimmt leider wirklich, aber ganz ohne Vorbereitung sind wir den Morgenjodler doch nicht angegangen! Der Königsjodlers macht wirklich nur Spass wenn die Kondition passt, als erster Klettersteig im Jahr ist er nicht geeignet. (Ausnahmen (Wolfgang) bestätigen die Regel)

 

PPS
Als nächstes Projekt geht es mit dem Seekajak auf Tour, ein Wal gehört ins Wasser und nicht auf den Berg!

 

 

 

 

Klettersteigtauglichkeitsdrohnentestspielerei

Ganz so kompliziert wie der Titel ist das Fliegen zum Glück nicht! Aber wie Wolfgang schon festgestellt hat, in der Hektik des Gefechts habe ich einmal nicht nur vergessen, die Kamera einzuschalten sondern auch den Biertransport per Drohne vernünftig zu organisieren.
Dafür habe ich in früher Morgenstunde noch ein schnelles Video gebastelt und freue mich schon auf das nächste Drohen – Flug – Video – Film – Bier – Projekt!

Man without nerves

 Lange habe ich daran gearbeitet, leichte Stellen so schwer wie möglich ausschauen zu lassen.
Jetzt mache ich alles anderes: ich mache aus nervenaufreibenden Spitzkehren einfache Kurven, bei ausgesetzten Stellen zeige ich nur den breiten Weg – den Rest macht Johannes -indem er locker über Stellen rollt, wo ich zu Fuß kaum runterkomme ….
Damit doch noch etwas Spannung in die Videos kommt, setze ich meinen neuen Quadrokopter ein. Jeder der mich fliegen sieht geht gleich einmal einen Schritt zurück – Sicherheitsabstände bekommen eine neue Bedeutung!
Aufgabe war diesmal der Getränketransport von Dürnstein zur Kanzel! Leider war der ADEG schon zu und kein Biernachschub zu bekommen – aber für Extremflieger ist vielleicht ein Red Bull doch passender – es verleiht die Flügel die dem Piloten noch fehlen!
Die Dosenübergabe an Johannes hat dann trotz Seitenwind funktioniert und die erste Gefahr für Johannes vorbei. Die ausgesetzte Querung und die Kehrenkombination haben zum Glück auch funktioniert, wie geplant schaut alles ganz leicht und spielerisch aus!
Mein Zittern hat allerdings erst wieder im Tal beim Bier aufgehört – da hat Gösser eindeutig Vorteile ! Die Flügel braucht man unten auch nicht mehr und außerdem filme ich keine gefährlichen Passagen mehr – zumindest bis zum nächsten Bikevideo mit Johannes!

Sommerfest Pferde Stärken – 2013

Ein paar erste schnelle Eindrücke vom Sommerfest 2013. Vielleicht kürze ich noch ein paar Längen – aber wie ich mich kenne bleibt’s beim ersten Entwurf!

Nett war’s und ein voller Erfolg, ein Nachmittag zum Wohlfühlen.
Wie man am Film merkt, haben es mir die Esel angetan – ob da eine Seelenverwandtschaft da ist ….

Wien Hainburg (noch vor dem Hochwasser)

Wieder ein Link zum Blog von Tina und Max:

http://tina-max-zac.blogspot.co.at/2013/05/26052013-ruckenwindpaddeln-nach-hainburg.html

Vogalonga

Tina und Max machen es mir wirklich zu leicht: bei der Anreise darf ich mich biertrinkend im VW-Bus ausbreiten, dann macht Tina einen Berg großartiger Fotos und dann schreiben sie noch einen netten Blog! Da kann ich eigentlich wieder nur einen Link setzten:

Vogalonga

Berner Oberland

Tina und Max haben die Erlebnisse in den Berner Alpen so nett zusammengeschrieben, dass ich eigentlich nur einen Link auf ihren Blog setzen kann!

Schön war’s in den Bernern, meine Höhenanpassung war zwar schlecht aber für die Abfahrt des Jahres hat es gereicht!

http://tina-max-zac.blogspot.co.at/2013/05/01-10052013-skihochtouren-berner-alpen.html

Double D goes Langspielplatte

Das Filmen von Musikvideos ist eine ganz andere Herausforderung wie alpines Filmen, es soll einfach nicht ganz nach Billigproduktion wirken!
Mit Double D haben wir fehlendes Budget mit Bier, guter Laune sowie ein paar Ideen ersetzt und bedanken uns bei den Wiener Linien für den Support!

 

Steep

Statt des erhofften blauen Himmels hat sich grauer Hochnebel über Ostösterreich gelegt und unser eigentlich Ziel macht keinen Sinn mehr. Die Verhältnisse auf der Hohen Wand sind schlecht, aber als Ausweichziel fahren wir kurz hin um zu schauen was dort geht.

Leider sind nur wenige Fußstapfen im Weg und der Harschdeckel ist nicht tragfähig – da ich kein Blut sehen kann und das Geräusch von splitternden Knochen auch nicht hören kann, schlage ich vor, gleich mit trockenen Schuhen ins Gasthaus zu gehen und auf einen gemütlichen Ausflug anzustoßen.

Andrerseits ist Johannes motiviert und außerdem ist ja auch die neue Nikon zu testen – also probieren wir es. Der Steig ist im Sommer nicht leicht, ausgesetzt und auch bei besten Bedingungen eine Herausforderung.

In der ersten Steilstufe bin zum Glück nur ich nervös und verhaue gleich einmal ein paar Aufnahmen, als Dokumentation wird es wohl reichen.

Die Stellen die Johannes sicher fährt klettere ich mühsam nach unten und langsam wird mir klar: heute ist ein besonderer Tag!

Es splittern keine Knochen, die Kamera überlebt und auch ich komme wohlbehalten wieder beim Auto an.
Und aus den unscharfen Aufnahmen mit falscher Belichtung werde ich auch noch was basteln!