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Das Filmen von Musikvideos ist eine ganz andere Herausforderung wie alpines Filmen, es soll einfach nicht ganz nach Billigproduktion wirken!
Statt des erhofften blauen Himmels hat sich grauer Hochnebel über Ostösterreich gelegt und unser eigentlich Ziel macht keinen Sinn mehr. Die Verhältnisse auf der Hohen Wand sind schlecht, aber als Ausweichziel fahren wir kurz hin um zu schauen was dort geht. Leider sind nur wenige Fußstapfen im Weg und der Harschdeckel ist nicht tragfähig – da ich kein Blut sehen kann und das Geräusch von splitternden Knochen auch nicht hören kann, schlage ich vor, gleich mit trockenen Schuhen ins Gasthaus zu gehen und auf einen gemütlichen Ausflug anzustoßen. Andrerseits ist Johannes motiviert und außerdem ist ja auch die neue Nikon zu testen – also probieren wir es. Der Steig ist im Sommer nicht leicht, ausgesetzt und auch bei besten Bedingungen eine Herausforderung. In der ersten Steilstufe bin zum Glück nur ich nervös und verhaue gleich einmal ein paar Aufnahmen, als Dokumentation wird es wohl reichen. Die Stellen die Johannes sicher fährt klettere ich mühsam nach unten und langsam wird mir klar: heute ist ein besonderer Tag! Es splittern keine Knochen, die Kamera überlebt und auch ich komme wohlbehalten wieder beim Auto an. Endlich wieder einmal Schnee in Wien! Vor zwei Jahren sind wir im dichten Nebel und Schneefall auf der Kreuzspitze gescheitert, höchste Zeit sich bei guten Bedingungen anzusehen, wo wir damals wirklich waren! Ja, ist ein schöner Berg und dank nächtlichen 10 cm Pulver hat auch die Abfahrt Spass gemacht! Die Zeiten ändern sich und auch daheim in Osttirol wird nicht gejodelt oder gewildert …. Wien bietet immer wieder Überraschungen: fast mitten in der Stadt taucht auf einmal ein neuer Trail auf – das kann nur mit Zauberei zu tun haben ….. Der Trail hält auch noch weiter Überraschungen bereit: ein geheimnisvolles Kreuz, einen Grabhügel (oder Anleger) und einen Puppenaltar – es kann nur ein Voodoo Trail sein! Wieder einmal hat es Ewigkeiten von der Idee bis zum fertigen Film gedauert: ich kenne die Tauplitz als Höhlenforscher und bin seit damals von der kargen Karstlandschaft fasziniert. Für die Schachtzone bin ich inzwischen zu dick, für Fahrtechnickzaubereien fehlt die Übung – aber zumindest mit der Videocam sollte sich die Gegend neu erobern lassen. Nach einer längeren Pause, in der mich Bikevideos weniger interessiert haben, war es höchste Zeit wieder einmal ein Videoprojekt zu starten. Und es war ein gelungener Tag! Johannes und ich sind ein eingespieltes Team und so hat dann bald ein Bikeforum darüber geschrieben, dass ein langer Dürrer und ein kleiner Dicker mit einer Kugel irgendwo in der Steiermark beim Filmen gesichtet wurden… So eine Mittelmeerkreuzfahrt mit einem Traumschiff wäre schon mal eine Sache, so ein richtig erholsamer Urlaub auf einem Schiff, gutes Essen und Trinken, dazwischen diverse Landausflüge, charmante Mitreisende für tiefsinnige Gespräche über die optimale Breite von Freeride-Schi …. Leider bin ich mit meinen Buchungsversuchen zu spät dran – diesen Sommer ist absolut kein Platz auf einem seriösen Schiff zu bekommen, die Costa Concordia liegt immer noch vor Italien mir bleibt nur noch ein kleiner Anbieter – Amotion Adventure Tours (kurz AAT) übrig. AAT ist ein kleiner Anbieter von Touren, mit dem ich schon ein paar Mal unterwegs war und der im Bergbereich immer ganz brauchbare Touren organisiert hat – aber für Luxuskreuzfahrten fehlen bisher die Referenzen – ich bin neugierig was mich erwartet und beginne Literatur über Seefahrer wie Heinrich, der angeblich nie ein Schiff bestiegen hat, und Francesco Schettino, der sich als glückloser Kapitän der Costa Concordia einen Namen gemacht hat, zu studieren. Diesmal war‘s allerdings noch schlimmer wir bei den schon spartanischen Donaukreuzfahrten: statt einem Ticket für einen Luxusliner werde ich in ein kleines Paddelboot gesetzt, zum Essen gibt‘s nur 10 Packerlsuppen und 1 kg Nudeln, Bier bleibt aus Platzgründen daheim, dafür wird das Boot mit 10 Liter Trinkwasser befüllt – eine Verschwendung! Zusätzlich gibt‘s ein paar verkleinerte Seekarten, ein GPS Gerät, 2 Telefone für den Notfall, eine Signalrakete. Statt der Deckkabine mit Balkon kommen Zelt und Schlafsack in die vordere Lucke, Schwimmweste, Spritzdecke, ein Kocher statt einem Koch – und das war‘s. Heimlich schwindle ich doch noch ein paar Süßigkeiten und 2 Bierdosen an Board, dann ist aber wirklich kein Platz mehr übrig. Sicherheitshalber gehe selber noch einmal auf die Donauinseln und übe Kenterungen, die ich eigentlich ganz gut beherrsche. Nur mit dem Wiedereinstieg ins Boot hapert es noch. Dabei verstreue ich noch meine Ausrüstung und lerne einiges über Ladungssicherheit. Das Ziel ist auf alle Fälle klar, ich will mit trockenen Haaren wieder heimkommen. Zur Reiseroute: Die glorreiche österreichische Marine, hatte ihren Stützpunkt in Pula, der Österreichische Lloyd war in Triest daheim – trotzdem will ich in Rijeka starten – liegt einfach günstiger. Ich finde zwar eine Stelle wo ich in Hafennähe ins Wasser komme und auch einen Parkplatz – richtig perfekt ist‘s aber nicht für den Start. Somit geht es weiter zur Insel Krk, wo ich gleich nach der Brücke einen geeigneten Campingplatz als Startpunkt finde. Ziel ist es der Insel Krk zu folgen, nach Rab und Pag zu wechseln und dann über einen eleganten Bogen über die Kornaten in der Hafenstadt Split einzulaufen. klingt wieder einmal wie beim Bergsteigen ganz einfach – ins Boot einsteigen – losfahren – anlegen – Bier trinken … Bei der ersten Abkürzung ( ich will eine Bucht nicht am Ufer ausfahren) komme ich gleich ins erste Gewitter und lerne die ersten Lektionen: eine Schwimmweste und eine Spritzdecke die am Deck verpackt sind kann man nicht mehr anziehen wenn man das Paddel verkrampft in zwei Händen hält. Das Gewitter treibt mich zu neuen Höchstleistungen und im letzten Moment bevor es losgeht erreiche ich das rettende Ufer. Der Papst hat sicher Flugangst, wenn er nach jeder Landung den Boden küsst, ich zeige den Motorbootfahrern in der Bucht jedenfalls meine Erleichterung nicht und surfe cool an den Kiesstrand. Dass ich nach zwei Stunden Zwangspause dann mit Spritzdecke und Schwimmweste wegfahre, fällt den Biertrinkenden Bootsfahrern nicht auf. Krk kenn ich von der Testtour im letzten Jahr, und so spule ich routiniert die Meter ab. Vor der Ortschaft Krk finde ich noch einen geeigneten Schlafplatz und freue mich auf den nächsten Tag und die ersten längeren Passagen zwischen den Inseln. Bevor ich diesmal das sichere Ufer verlasse, drehe ich mich nochmals um und prüfe den Himmel auf Anzeichen von Gewittern, schließe die Spritzdecke und bin echt überrasch wie schnell ich dazulerne. Der Wind wird im Laufe des Tags stärker, aber ich genieße die Überfahrt und lasse gleich 2 Inseln und eine Bucht ganz links liegen. Wie von Jadranka angekündigt kommt gegen 15 Uhr der Schönwetterwind aus Nordwest, die Wellen werden höher und ich habe meinen Spass in den Wellen. Die Küste ist zwar steinig, aber es gibt genügend Anlegemöglichkeiten und auch den entsprechenden Platz für Fehler. Ich weiß, dass die Wellen in den Kornaten höher sein werden und lerne das Verhalten meines Boots immer besser kennen und ernte den ersten Applaus von Touristenbooten. Die nächsten Tage bringen keine Highlights, ich arbeite mich die Küste nach unten, sitze stundenlang im Boot, freue mich über Häfen und Kaffeehauser, schattige Plätze zum Rasten und gehe sogar einmal bis zum Bauch ins Wasser, das Ziel heißt ja nach wie vor mit trockenen Haaren in Split anzukommen. Langsam kommen ich auch auf weitere Anfängerfehler raus: ich trage Monatslinsen, die ich allerdings vorher nicht getestet habe. Damit sehe ich in der Weite wie ein Seeadler und kann jede schlechte Tätowierung der Badegäste erkenne, nur die Seekarte kann ich aufgrund des optischen Fehlers der Linsen nicht mehr lesen. Somit wird auch die Kommunikation mit den Leuten schwierig – „Hallo, ich bin der Andi aus Wien, bin ich jetzt auf der Insel die ausschaut wie eine vertrocknete Birne ?“ Kurz vor Zadar biege ich nach Südwesten ab, ich fühle mich für den Kornaten Ausflug gut genug vorbereitet. Ein kurzer Anruf in Wien bei Wolfgang bestätigt mir den guten Wetterbericht. An der Südspitze der Insel Dugi finde ich eine romantische Bucht, die ich gegen 22:00 ansteure. Für die Hitze untertags bin ich einfach nicht gebaut, ich paddle in der Früh und am Vormittag und fühle mich am Nachmittag in diversen Gaststätten im Schatten am wohlsten. Die Paddeleinheit am Abend macht dann wieder richtig Spass und irgendwie finde ich dann meist doch noch einen brauchbaren Platz für Boot und Zelt. Wegen der Hitze (oder genauer gesagt wegen dem Bier, das ich wegen der Hitze trinke) habe ich auch keine Probleme einzuschlafen …. Jeder Kroatien- Prospekt hat ein Bild der Kornaten und das mit Recht, den nächsten Morgen genieße ich und cruise zwischen diversen Inseln am stillen Meer. Der Hafen und Ankerplätze – Atlas von Karl-H- Beständig ist sogar mit meinen optischen Problemen lesbar und versorgt mich mit zusätzlichen Informationen, so wird die 70 Meter Klippe der Insel Manu und eine uriges Wirtshütte in die Reiseplanung aufgenommen. Beim aufkommenden Maestral bin ich mit Schwimmweste gut vorbereitet. Was dann folgt, würde man in den Alpen als Notbiwak bezeichnen, weder Wind noch Wellen lassen nach und ich suche mir äußersten Ende der Insel Kurba Vela ein Kehrwasser, in dem ich mich ohne allzuviel Haut zu verlieren ans Ufer schwindeln kann. Zelt geht sich keines aus, aber ich habe schon schlechtere Nächte verbracht. Ich opfere mein Flasche Wein (in Wahrheit nur einen kleinen Schluck) an die Meergötter und hoffe am nächsten Morgen bei Windstille die in Wahrheit kritischte Passage der Tour zu meistern. Am nächsten Morgen ist der Wind schwächer, die Wellen sind nach wie vor da aber es schaut ganz gut aus, ich starte die Passage zur Insel Zirpe. Eine Motorjacht begrüßt mich mit den Schiffshörnern, zumindest ein Youtube – Video wird es irgendwann geben. „Crazy seekayaker in a too small boat is fighting with too big waves …) Nach drei Stunden bin ich drüben und wie es so ist, jetzt lassen auch die Wellen nach …… Tagesziel ist diesmal wieder das Festland, wo bei ich inzwischen dazu neige, auch Inseln als festes Land zu bezeichnen. Zwischendrin sitze ich dann wieder ein paar Stunde auf einer Insel und warte bis der Wind nachlässt. Der Rückenwind macht mich zwar schnell, aber kurze steile Wellen von hinten mag mein Boot, das auf den sinnigen Namen „The North Face“ hört, überhaupt nicht, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass es sich um keine „North Waves“ handelt! Nach 1.5 Tagen ohne besondere Vorkommnisse (außer dass ich einer Frau das Motorboot rette, einigen kroatische Bier trinke, fast ein Containerschiff ramme, …) wird in Split wieder einmal (eine) Geschichte geschrieben. Knapp hinter der Costa Classica schwindelt sich ein kleines Tourenboot in das Hafen und weckt mindesten so viel Aufsehen wie die Superyachten der Reichen und Dicken. Heimreise: Meine Mittelmeerkreuzfahrt reiht sich nahtlos in die großen Abenteuer wie die Urlaube in Zermatt, Chamonix, Island, Elbrus, Wien-Nizza, Biking Monte Rosa, … ein.
Kameramann bei eine Musikvideoproduktion: Bei Bikevideos gehen mir langsam die Ideen aus bzw. für die wirklich großen Sachen spielen meine Gelenke einfach nicht mehr mit. Bevor ich das 20. Video vom Nasensteig mache lasse ich mich gerne für neue Projekte überreden. Gemeinsam mit Christoph von der Rockband Muttermilch haben wir und an die Umsetzung eines Musikvideos getraut. Jede Regenzeit hat mal eine Ende, oder es gibt zumindest mal eine kleine Pause zwischen den frühsommerlichen Unwettern. Diesmal gibt es einen ganz anderen Beitrag als die gewohnten Sportbilder und Videos: bis vor einem Jahr habe ich unter Pferde Stärken auch noch ganz was anderes verstanden – jetzt assoziiere ich damit die tolle Arbeit von Andrea, Gabi, Monika, Gerlinde und all den weiteren Helfern im gleichnamigen Verein ‘Pferde Stärken’. Im Video zieht Andrea eine kurze Bilanz über das vergangene Jahr: neben der fortlaufenden Therapiearbeit steht diesmal die Arbeiten am neuen Therapieplatz im Mittelpunkt. Dieses Jahr war es dann soweit, dank tatkräftiger Unterstützung von Spendern (San Lucar und die Gemeinde Moosbrunn sind ganz besonders zu erwähnen) hat sich der Verein über das Abenteuer Reitplatz gewagt, die Arbeiten schreiten zügig voran! Weiters macht es mir wirklich Spass zu beobachten, wie dich die Zwillinge David und Jonathan weiterentwickeln. Das liegt natürlich nicht nur an der Therapie sondern auch an der liebevollen Unterstützung durch die Eltern – aber die Freude, mit der sich die beiden aufs Pferd setzen, steckt richtig an. Es hat lange gedauert bis zum nächsten Bikevideo, aber jetzt ist der Schnee weg und irgendwie muss man ja die Zeit bis zum nächsten Powder-Tag überbrücken! Diesmal bin ich mit Oliver unterwegs gewesen, der seinem 29er Hardtail sehr gekonnt die Sporen gibt. Ich plane schon länger ein Klettersteigvideo, aber im Winter hat es sich nicht so richtig ergeben. Nach einer Woche in den Ötztaler Alpen war es endlich soweit. Tolle Tour mit Flo Wallner und Wolfgang auf den Großglockner. Je besser ich Niederösterreich kennen lerne, desto mehr schätze ich es. Die Berge sind nicht die höchsten, aber der Wein gut, die Leute schwer in Ordnung und zwischen Föhrenwäldern und Hügeln versteckt sich so manches Kleinod. Für manche muss man sogar Eintritt zahlen, außer man versucht sich im Winter bei -15° an den tiefverschneiten Wegen! Filmerisch war’s eine Tour der Pannen, ausgerissene Stativgewinde bei der Videoleuchte, Akkuprobleme bei der Videolampe, leere Batterie bei der Stirnlampe, und ein paar andere Kleinigkeiten, die ich im Schnitt kaschiert habe …… Filmen (aber auch das Biken) in der Nacht bei Minusgraden bleibt immer eine Herausforderung – aber ich freue mich schon auf das nächste Projekt! Russian cold air is streaming over Austria, temperatures in Vienna a below -10°C. but in the mountains -20°C and below and storm are expected. Will it be possible to film a night tour under these conditions? This time Gregor joint me for a freezing night out in the ‘Wiener Hausberge’ What I didn’t know is, that the hut on the Stuhleck is closed and skiing is strictly prohibited during night on the slopes – what should we do? Return? Never! Video was made with a Sony EX1-R, a Manfrotto 745MF3 tripod and Manfrotto 701 head, the equipment worked better then the video maker under those conditions. Light was a Comer 1800. We returned safe after 5 hours in the cold down to -25°, who says that -12° in Vienna are cold – I don’t need my gloves anymore! Lange auf den Schnee und ein ein paar Sonnenstrahlen gewartet – dieses Wochenende war’s endlich soweit: Die Idee ist ein Wiener Hausberge – Freeride Film, mal schauen, was wir heuer noch zusammenbringen, Ideen habe ich noch einige! Mit 130 km/h ist ein Tief über die Alpen gezogen und Wolfgang und ich hatten nichts besseres zu tun, als auszuprobieren wer der stärkere ist – der Sturm oder wir. Ergebnis: wir sind mit einem gewissen Respekt zurückgekommen, bei solchen Bedingungen ist’s wirklich hart sich auf den Beinen zu halten, selbst für eher muskelbepackte Männer wie Wolfgang und mich. Die Kamera habe ich trotzdem kurz auspacken müssen, um den Wahnsinn zu dokumentieren:
Wie jedes Jahr hat sich eine bunte Truppe von Singlespeed Fahrern aufgemacht, um bei winterlichen Bedingungen die Strecke Wien – Bratislava in einem nicht allzu ernstem Rennen zu bezwingen und wie jedes Jahr war ich mit der Kamera dabei. Diesmal hat der Rückenwind die Fahrer derartig schnell nach Bratislava getrieben, dass ich mit dem Auto kaum hintennachgekommen bin, aber irgendwie wird dann aus dem Videomaterial doch wieder ein kleines Video! Lässig war’s – und nächstes Jahr bin ich wieder mit dabei! |
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