Bellavista

Manchmal funktioniert nicht alles wie geplant, der Glockner leuchtet nicht im kitschigen Abendlicht, die Wolkenstimmung ist schön aber bedrohlich und statt Videoaufnahmen schießen wir ein paar schnelle Fotos und Johannes fährt  mit Kamera und Drohnen schnell zurück zur Glorerhütte damit zumindest 50% trocken ankommen – der alte Mann schafft’s dann auch noch!
Am geplanten Berg liegt auch noch viel Schnee. die Temperaturen sind hoch und auf der Hütte ist es gemütlich, es nützt nichts: diesmal werden die kleinen Brote gebacken und wir kommen wieder.
Unser Ziel vom Samstag wird am nächsten Tag bei perfektem Morgenlicht wieder besucht, diesmal zeigt sich keine Gewitterwolke am Horizont und alles passt. Johannes habe ich gesagt, der Berg ist eine guter Platz für ein paar Fotos. Eine vollständige Befahrung des Trails kann ich mir eigentlich nicht so ganz vorstellen …

Und es kommt wie fast immer, Johannes meistert unser Schitourengelände souverän, als Filmer plage ich mich mit einem neuem Problem: auch die Schafe habe diesen Berg als Lieblingsgipfel gewählt und entsprechend zahlreich sind die Fliegen: diesmal gibt keine Sensorflecken auf den Bildern sondern echte Fliegen!

Ein Danke nochmals an die Mannschaft der Glorerhütte, wir haben und wirklich wohl auf der Hütte gefühlt.  Ein paar Touren an der Grenze des Nationalparks Hohe Tauern fallen uns noch ein ….  wir kommen wieder!

Pferdestärken und San Lucar

San Lucar ist ein wichtiger Sponsor von Andrea und ihrem Team von ‘Pferdestärken’

Für das heurige Benefiz – Golfturnier, bei dem wieder einiges für Pferdestärken und Karl gespendet wurde, haben Andrea und ich 2 kleine Videos produziert, um die Arbeit des Vereins vorzustellen bzw, um einmal Danke für die Hilfe zu sagen:

Geschichten vom Hüttenwirt

Der Hüttenwirt des Matrashauses am Hochkönig ist ein begnadeter Hüttenwirt, der seine Hütte mit viel Liebe und Umsicht leitet. Allerdings gibt es auf seiner Homepage eine Besonderheit, die sich unter Extras findet: nämlich die Geschichten vom Hüttenwirt. Ganz besonders geschickte oder unbelehrbare Bergsteiger finden sich dann in lesenswerten Berichten wieder. Das macht eine Besteigung des Königsjodlers natürlich nochmals spannender, man muss zuerst die Schwierigkeiten des Steigs meistern und sich dann noch fürchten in der Anekdotensammlung des Wirts zu landen!

Vor allem wenn man wieder was ausgeheckt hat, das eigentlich nicht vernünftig ist. Zuviele Stunden im Büro, bei Kunden und im Auto haben mir eine Art Fernfahrerfigur beschert, meine Kondition ist im Keller und in Osttirol kann sich auch keiner mehr an meine Heldentaten erinnern, in einem Wort: das bergsteigerische Karriereende liegt schon lang hinter mir. Aber irgendwie will ich es doch immer wieder einmal wissen, ob sich mangelnde Fitness durch Motivation ausgleichen lässt, in einem Wort ich bin ein Kandidat für die Geschichten vom Wirt!

Noch dazu will ich in der Nacht einsteigen, denn  Stausteherei habe ich schon aus beruflichen Gründen genug. Das Konzept ist also einfach: ein Nachmittagsschläfchen dann in Wien ins Auto setzen, zuerst Wolfgang und dann Flo in Fuschl abholen, zum Einstieg, losmarschieren und zum Frühstücksbier am Matrashauses auftauchen. Und die Fotoausrüstung muss natürlich mit. Bei mir sind die Prioritäten klar: statt Wasser und Jause kommen Linsen und Fotokram in den Rucksack, der soll ja auch so schwer werden wie der Träger!

Wie war es dann wirklich? Der Weg zum Einstieg war dank moderner Lampen leicht zu finden, die Kletterei am leeren Steig ein Vergnügen und die Objektive habe ich bei Wolfgang in den Rucksack gepackt! Das mit dem Fotografieren hat dann aber nicht so funktioniert wie erwartet. Um nicht in den Geschichten vom Wirt zu landen, habe ich doch eher probiert einen Kletterrhytmus zu finden und habe die D600 nur selten ausgepackt. Aber die schönsten Bilder macht eh der Kopf, die werden dann in der Erinnerung sogar noch schöner – eine Raw Bearbeitung die keine Zeit kostet und perfekte Ergebnisse bringt.

Zurück zum Königsjodlers: er ist einfach lang, wie bei einem schlechten Horrorfilm, wo das Monster immer wieder erwacht, taucht auch immer ein neuer Einschnitt auf, wenn man glaubt schon ganz oben zu sein! Zum Glück ist es bei uns kein Horrorfilm: die Kondition reicht bei mir zumindest für den Aufstieg, bei den oberen Gratteilen kommt bei uns die Sonne raus und im kitschig schönen Morgenlicht überschreiten wir Gratturm um Gratturm und freuen uns über die atemberaubende Aussicht (oder ist doch die Höhe, die mir die Luft nimmt?)

Um 8:00 sind wir beim Ausstieg und wenig später sinniere ich im Matrashaus ob das jetzt ein Frühstücksbier, ein Mittagsbier oder ob doch schon die Feierabendrunde ist. Feierabend leider nicht, den bei mir steht die größte Herausforderung noch bevor. Dass ich mich aufwärts mit Routine durchschummeln kann, war mir klar nur abwärts zählt leider nur noch Kraft und Fitness! Um mehrere Fehler machen zu können entscheiden wie uns für den Normalweg über die Mitterfeldalm, im Birgkar liegt zuwenig Schnee für die Schi aber zuviel für die Wanderschuhe. Wolfgang und Flo schicke ich vor, die sollen vom Dientner Sattel das Auto holen. So kann ich wenigstens beim Abstieg in aller Ruhe an Erschöpfung sterben. Am gleichen Tag wird gegen 16:00 eine polnische Bergsteigerin vom Königsjodlers ausgeflogen, die vor  Erschöpfung zeitweise ohnmächtig war. So lange will ich allerdings nicht warten und einen extra Transport für mich – nein, zu aufwendig, das Bier bei der Mitterfeldalm ist Motivation genug. Zugegebenermaßen gehe ich wie ein sehr alter Mann, aber man kann durch Wille sehr viel kompensieren, und wenn es nur der Wille ist, so schnell wie möglich zum nächsten Bier zu kommen.

Am späten Abend sind wir zurück in Wien, staubig, müde und glücklich zumindest den Geschichten vom Wirt entkommen zu sein und mit der Erkenntnis, dass Training und Fitness einfach überbewertet werden.

 

PS
Das mit der Fernfahrerfigur stimmt leider wirklich, aber ganz ohne Vorbereitung sind wir den Morgenjodler doch nicht angegangen! Der Königsjodlers macht wirklich nur Spass wenn die Kondition passt, als erster Klettersteig im Jahr ist er nicht geeignet. (Ausnahmen (Wolfgang) bestätigen die Regel)

 

PPS
Als nächstes Projekt geht es mit dem Seekajak auf Tour, ein Wal gehört ins Wasser und nicht auf den Berg!

 

 

 

 

Klettersteigtauglichkeitsdrohnentestspielerei

Ganz so kompliziert wie der Titel ist das Fliegen zum Glück nicht! Aber wie Wolfgang schon festgestellt hat, in der Hektik des Gefechts habe ich einmal nicht nur vergessen, die Kamera einzuschalten sondern auch den Biertransport per Drohne vernünftig zu organisieren.
Dafür habe ich in früher Morgenstunde noch ein schnelles Video gebastelt und freue mich schon auf das nächste Drohen – Flug – Video – Film – Bier – Projekt!

Man without nerves

 Lange habe ich daran gearbeitet, leichte Stellen so schwer wie möglich ausschauen zu lassen.
Jetzt mache ich alles anderes: ich mache aus nervenaufreibenden Spitzkehren einfache Kurven, bei ausgesetzten Stellen zeige ich nur den breiten Weg – den Rest macht Johannes -indem er locker über Stellen rollt, wo ich zu Fuß kaum runterkomme ….
Damit doch noch etwas Spannung in die Videos kommt, setze ich meinen neuen Quadrokopter ein. Jeder der mich fliegen sieht geht gleich einmal einen Schritt zurück – Sicherheitsabstände bekommen eine neue Bedeutung!
Aufgabe war diesmal der Getränketransport von Dürnstein zur Kanzel! Leider war der ADEG schon zu und kein Biernachschub zu bekommen – aber für Extremflieger ist vielleicht ein Red Bull doch passender – es verleiht die Flügel die dem Piloten noch fehlen!
Die Dosenübergabe an Johannes hat dann trotz Seitenwind funktioniert und die erste Gefahr für Johannes vorbei. Die ausgesetzte Querung und die Kehrenkombination haben zum Glück auch funktioniert, wie geplant schaut alles ganz leicht und spielerisch aus!
Mein Zittern hat allerdings erst wieder im Tal beim Bier aufgehört – da hat Gösser eindeutig Vorteile ! Die Flügel braucht man unten auch nicht mehr und außerdem filme ich keine gefährlichen Passagen mehr – zumindest bis zum nächsten Bikevideo mit Johannes!

Sommerfest Pferde Stärken – 2013

Ein paar erste schnelle Eindrücke vom Sommerfest 2013. Vielleicht kürze ich noch ein paar Längen – aber wie ich mich kenne bleibt’s beim ersten Entwurf!

Nett war’s und ein voller Erfolg, ein Nachmittag zum Wohlfühlen.
Wie man am Film merkt, haben es mir die Esel angetan – ob da eine Seelenverwandtschaft da ist ….

Wien Hainburg (noch vor dem Hochwasser)

Wieder ein Link zum Blog von Tina und Max:

http://tina-max-zac.blogspot.co.at/2013/05/26052013-ruckenwindpaddeln-nach-hainburg.html

Vogalonga

Tina und Max machen es mir wirklich zu leicht: bei der Anreise darf ich mich biertrinkend im VW-Bus ausbreiten, dann macht Tina einen Berg großartiger Fotos und dann schreiben sie noch einen netten Blog! Da kann ich eigentlich wieder nur einen Link setzten:

Vogalonga

Berner Oberland

Tina und Max haben die Erlebnisse in den Berner Alpen so nett zusammengeschrieben, dass ich eigentlich nur einen Link auf ihren Blog setzen kann!

Schön war’s in den Bernern, meine Höhenanpassung war zwar schlecht aber für die Abfahrt des Jahres hat es gereicht!

http://tina-max-zac.blogspot.co.at/2013/05/01-10052013-skihochtouren-berner-alpen.html

Double D goes Langspielplatte

Das Filmen von Musikvideos ist eine ganz andere Herausforderung wie alpines Filmen, es soll einfach nicht ganz nach Billigproduktion wirken!
Mit Double D haben wir fehlendes Budget mit Bier, guter Laune sowie ein paar Ideen ersetzt und bedanken uns bei den Wiener Linien für den Support!

 

Steep

Statt des erhofften blauen Himmels hat sich grauer Hochnebel über Ostösterreich gelegt und unser eigentlich Ziel macht keinen Sinn mehr. Die Verhältnisse auf der Hohen Wand sind schlecht, aber als Ausweichziel fahren wir kurz hin um zu schauen was dort geht.

Leider sind nur wenige Fußstapfen im Weg und der Harschdeckel ist nicht tragfähig – da ich kein Blut sehen kann und das Geräusch von splitternden Knochen auch nicht hören kann, schlage ich vor, gleich mit trockenen Schuhen ins Gasthaus zu gehen und auf einen gemütlichen Ausflug anzustoßen.

Andrerseits ist Johannes motiviert und außerdem ist ja auch die neue Nikon zu testen – also probieren wir es. Der Steig ist im Sommer nicht leicht, ausgesetzt und auch bei besten Bedingungen eine Herausforderung.

In der ersten Steilstufe bin zum Glück nur ich nervös und verhaue gleich einmal ein paar Aufnahmen, als Dokumentation wird es wohl reichen.

Die Stellen die Johannes sicher fährt klettere ich mühsam nach unten und langsam wird mir klar: heute ist ein besonderer Tag!

Es splittern keine Knochen, die Kamera überlebt und auch ich komme wohlbehalten wieder beim Auto an.
Und aus den unscharfen Aufnahmen mit falscher Belichtung werde ich auch noch was basteln!

Vienna Freeride

Endlich wieder einmal Schnee in Wien!

Schnee in Osttirol

Vor zwei Jahren sind wir im dichten Nebel und Schneefall auf der Kreuzspitze gescheitert, höchste Zeit sich bei guten Bedingungen anzusehen, wo wir damals wirklich waren!

Ja, ist ein schöner Berg und dank nächtlichen 10 cm Pulver hat auch die Abfahrt Spass gemacht!

Bike and Climb oder ein moderner Heimatfilm!

Die Zeiten ändern sich und auch  daheim in Osttirol wird nicht gejodelt oder gewildert ….
Wenn wir daheim sind geht’s eigentlich meistens irgendwo rauf, wo Osttirol am schönsten ist!

Voodoo Trail

Wien bietet immer wieder Überraschungen: fast mitten in der Stadt taucht auf einmal ein neuer Trail auf – das kann nur mit Zauberei zu tun haben …..

Der Trail hält auch noch weiter Überraschungen bereit: ein geheimnisvolles Kreuz, einen Grabhügel (oder Anleger) und einen Puppenaltar – es kann nur ein Voodoo Trail sein!

S(l)ick Rocks

Wieder einmal hat es Ewigkeiten von der Idee bis zum fertigen Film gedauert: ich kenne die Tauplitz als Höhlenforscher und bin seit damals von der kargen Karstlandschaft fasziniert. Für die Schachtzone bin ich inzwischen zu dick, für Fahrtechnickzaubereien fehlt die Übung – aber zumindest mit der Videocam sollte sich die Gegend neu erobern lassen.

Nach einer längeren Pause, in der mich Bikevideos weniger interessiert haben, war es höchste Zeit wieder einmal ein Videoprojekt zu starten. Und es war ein gelungener Tag! Johannes und  ich sind ein eingespieltes Team und so hat dann bald ein Bikeforum darüber geschrieben, dass ein langer Dürrer und ein kleiner Dicker mit einer Kugel irgendwo in der Steiermark beim Filmen gesichtet wurden…
Der lange Dürre ist Johannes – aber wer ist der kleine Dicke mit der Kugel? Und bei der Kugel kann es sich ja auch nur um einen großen Rucksack gehandelt haben – oder?

Mittelmeerkreuzfahrt 2012, Rijeka – Split

So eine Mittelmeerkreuzfahrt mit einem Traumschiff wäre schon mal eine Sache, so ein richtig erholsamer Urlaub auf einem Schiff, gutes Essen und Trinken, dazwischen diverse Landausflüge, charmante Mitreisende für tiefsinnige Gespräche über die optimale Breite von Freeride-Schi ….

Leider bin ich mit meinen Buchungsversuchen zu spät dran – diesen Sommer ist absolut kein Platz auf einem seriösen Schiff zu bekommen, die Costa Concordia liegt immer noch vor Italien mir bleibt nur noch ein kleiner Anbieter – Amotion Adventure Tours (kurz AAT) übrig.

AAT ist ein kleiner Anbieter von Touren, mit dem ich schon ein paar Mal unterwegs war und der im Bergbereich immer ganz brauchbare Touren organisiert hat – aber für Luxuskreuzfahrten fehlen bisher die Referenzen – ich bin neugierig was mich erwartet und beginne  Literatur über Seefahrer wie Heinrich, der angeblich nie ein Schiff bestiegen hat, und Francesco Schettino, der sich als glückloser Kapitän der Costa Concordia einen Namen gemacht hat, zu studieren.

Diesmal war‘s allerdings noch schlimmer wir bei den schon spartanischen Donaukreuzfahrten: statt einem Ticket für einen Luxusliner werde ich in ein kleines Paddelboot gesetzt, zum Essen gibt‘s nur 10 Packerlsuppen und 1 kg Nudeln, Bier bleibt aus Platzgründen daheim, dafür wird das Boot mit 10 Liter Trinkwasser befüllt – eine Verschwendung! Zusätzlich gibt‘s ein paar verkleinerte Seekarten, ein GPS Gerät, 2 Telefone für den Notfall, eine Signalrakete. Statt der Deckkabine mit Balkon kommen Zelt und Schlafsack in die vordere Lucke, Schwimmweste, Spritzdecke, ein Kocher statt einem Koch – und das war‘s. Heimlich schwindle ich doch noch ein paar Süßigkeiten und 2 Bierdosen an Board, dann ist aber wirklich kein Platz mehr übrig.

Sicherheitshalber gehe selber noch einmal auf die Donauinseln und übe Kenterungen, die ich eigentlich ganz gut beherrsche. Nur mit dem Wiedereinstieg ins  Boot hapert es noch. Dabei verstreue ich noch meine Ausrüstung und lerne einiges über Ladungssicherheit. Das Ziel ist auf alle Fälle klar, ich will mit trockenen Haaren wieder heimkommen.

Zur Reiseroute:

Die glorreiche österreichische Marine, hatte ihren Stützpunkt in Pula, der Österreichische Lloyd war in Triest daheim – trotzdem will ich in Rijeka starten – liegt einfach günstiger. Ich finde zwar eine Stelle wo ich in Hafennähe ins Wasser komme und auch einen Parkplatz – richtig perfekt ist‘s aber nicht für den Start. Somit geht es weiter zur Insel Krk, wo ich gleich nach der Brücke einen geeigneten Campingplatz als Startpunkt finde.

Ziel ist es der Insel Krk zu folgen, nach Rab und Pag zu wechseln und dann über einen eleganten Bogen über die Kornaten in der Hafenstadt Split einzulaufen. klingt wieder einmal wie beim Bergsteigen ganz einfach – ins Boot einsteigen – losfahren – anlegen – Bier trinken …

Bei der ersten Abkürzung ( ich will eine Bucht nicht am Ufer ausfahren) komme ich gleich ins erste Gewitter und lerne die ersten Lektionen: eine Schwimmweste und eine Spritzdecke die am Deck verpackt sind kann man nicht mehr anziehen wenn man das Paddel verkrampft in zwei Händen hält. Das Gewitter treibt mich zu neuen Höchstleistungen und im letzten Moment bevor es losgeht erreiche ich das rettende Ufer. Der Papst hat sicher Flugangst, wenn er nach jeder Landung den Boden küsst, ich zeige den Motorbootfahrern in der Bucht jedenfalls meine Erleichterung nicht und surfe cool an den Kiesstrand. Dass ich nach zwei Stunden Zwangspause dann mit Spritzdecke und Schwimmweste wegfahre, fällt den Biertrinkenden Bootsfahrern nicht auf.

Krk kenn ich von der Testtour im letzten Jahr, und so spule ich routiniert die Meter ab.  Vor der Ortschaft Krk finde ich noch einen geeigneten Schlafplatz und freue mich auf den nächsten Tag und die ersten längeren Passagen zwischen den Inseln.
(Mein Boot kennt kein Steuerbord oder Backbord und fährt auch ungerne geradeaus, es ist auch in Kilometern unterwegs und nicht in Seemeilen!)

Bevor ich diesmal das sichere Ufer verlasse, drehe ich mich nochmals um und prüfe den Himmel auf Anzeichen von Gewittern, schließe die Spritzdecke und bin echt überrasch wie schnell ich dazulerne. Der Wind wird im Laufe des Tags stärker, aber ich genieße die Überfahrt und lasse gleich 2 Inseln und eine Bucht ganz links liegen.

Wie von Jadranka angekündigt kommt gegen 15 Uhr der Schönwetterwind aus Nordwest, die Wellen werden höher und ich habe meinen Spass in den Wellen. Die Küste ist zwar steinig, aber es gibt genügend Anlegemöglichkeiten und auch den entsprechenden Platz für Fehler. Ich weiß, dass die Wellen in den Kornaten höher sein werden und lerne das Verhalten meines Boots immer besser kennen und ernte den ersten Applaus von Touristenbooten.

Die nächsten Tage bringen keine Highlights, ich arbeite mich die Küste nach unten, sitze stundenlang im Boot, freue mich über Häfen und Kaffeehauser, schattige Plätze zum Rasten und gehe sogar einmal bis zum Bauch ins Wasser, das Ziel heißt ja nach wie vor mit trockenen Haaren in Split anzukommen.

Langsam kommen ich auch auf weitere Anfängerfehler raus: ich trage Monatslinsen, die ich allerdings vorher nicht getestet habe. Damit sehe ich in der Weite wie ein Seeadler und kann  jede schlechte Tätowierung der Badegäste erkenne, nur die Seekarte kann ich aufgrund des optischen Fehlers der Linsen nicht mehr lesen. Somit wird auch die Kommunikation mit den Leuten schwierig – „Hallo, ich bin der Andi aus Wien, bin ich jetzt auf der Insel die ausschaut   wie eine vertrocknete Birne ?“

Kurz vor Zadar biege ich nach Südwesten ab, ich fühle mich für den Kornaten Ausflug gut genug vorbereitet. Ein kurzer Anruf in Wien bei Wolfgang bestätigt mir den guten Wetterbericht.

An der Südspitze der Insel Dugi finde ich eine romantische Bucht, die ich gegen 22:00 ansteure. Für die Hitze untertags bin ich einfach nicht gebaut, ich paddle in der Früh und am Vormittag und fühle mich am Nachmittag in diversen Gaststätten im Schatten am wohlsten. Die Paddeleinheit am Abend macht dann wieder richtig Spass und irgendwie finde ich dann meist doch noch einen brauchbaren Platz für Boot und Zelt. Wegen der Hitze (oder genauer gesagt wegen dem Bier, das ich wegen der Hitze trinke) habe ich auch keine Probleme einzuschlafen ….

Jeder Kroatien- Prospekt hat ein Bild der Kornaten und das mit Recht, den nächsten Morgen genieße ich und cruise zwischen diversen Inseln am stillen Meer. Der Hafen und Ankerplätze – Atlas von Karl-H- Beständig ist sogar mit meinen optischen Problemen lesbar und versorgt mich mit zusätzlichen Informationen, so wird die 70 Meter Klippe der Insel Manu und eine uriges Wirtshütte in die Reiseplanung aufgenommen.

Beim aufkommenden Maestral bin ich mit Schwimmweste gut vorbereitet.
Um es kurz zu machen, Fotos gibt es keine mehr und ich habe mich schnell hinter den vorgelagerten Inseln versteckt. Ich schlage einige Rettungsangebote aus, bin aber nach 3 Stunden Kampf mit Wind und Wetter ganz schön erledigt. Eine Marina lädt zur Erholung ein und nach einer ausgiebigen Pause setze ich auf nachlassenden Wind und paddle im Schutz einer vorgelagerten Insel weiter.

Was dann folgt, würde man in den Alpen als Notbiwak bezeichnen, weder Wind noch Wellen lassen nach und ich suche mir äußersten Ende der Insel Kurba Vela ein Kehrwasser, in dem ich mich ohne allzuviel Haut zu verlieren ans Ufer schwindeln kann. Zelt geht sich keines aus, aber ich habe schon schlechtere Nächte verbracht. Ich opfere mein Flasche Wein (in Wahrheit nur einen kleinen Schluck) an die Meergötter und hoffe am nächsten Morgen bei Windstille die in Wahrheit kritischte Passage der Tour zu meistern.

Am nächsten Morgen ist der Wind schwächer, die Wellen sind nach wie vor da aber es schaut ganz gut aus, ich starte die Passage zur Insel Zirpe. Eine Motorjacht begrüßt mich mit den Schiffshörnern, zumindest ein Youtube – Video wird es irgendwann geben. „Crazy seekayaker in a too small boat is fighting with too big waves …) Nach drei Stunden bin ich drüben und wie es so ist, jetzt lassen auch die Wellen nach ……

Tagesziel ist diesmal wieder das Festland, wo bei ich inzwischen dazu neige, auch Inseln als festes Land zu bezeichnen. Zwischendrin sitze ich dann wieder ein paar Stunde auf einer Insel und warte bis der Wind nachlässt. Der Rückenwind macht mich zwar schnell, aber kurze steile Wellen von hinten mag mein Boot, das auf den sinnigen Namen „The North Face“ hört, überhaupt nicht, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass es sich um keine „North Waves“ handelt!

Nach 1.5 Tagen ohne besondere Vorkommnisse (außer dass ich einer Frau das Motorboot rette, einigen kroatische Bier trinke, fast ein Containerschiff ramme, …) wird in Split wieder einmal (eine) Geschichte geschrieben. Knapp hinter der Costa Classica schwindelt sich ein kleines Tourenboot in das Hafen und weckt mindesten so viel Aufsehen wie die Superyachten der Reichen und Dicken.

Heimreise:
2 Mal pro Woche gibt es eine Fähre nach Rijeka, eine habe ich um einen halben Tag versäumt. Bus will mich auch keiner mitnehmen und so habe ich noch 3 Urlaubstage in Kroatien gewonnen. Split ist eine großartige Stadt, aber am schönsten ist es in den Kellergewölben des Dioklezian Palastes (da schön kühl) und am Glockenturm (schön luftig). Gasthäuser gibt es auch und am Campingplatz in Stobrec finde ich eine Pizzeria mit schattigen Gastgarten am Meer, und dort gefällt es mir dann fast so gut wie im Kajak!
Sonntag abends geht‘s dann mit der Fähre Liburnija (228 Kune für das Boot, 169 Kune für mich) zurück nach Rijeka. Die erkundete Einstiegsstelle in Rijeka ist auch noch da und so schummle ich mich am Montagmorgen aus dem Hafen, die letzten 15 km zum Auto nach Krk warten.

Meine Mittelmeerkreuzfahrt reiht sich nahtlos in die großen Abenteuer wie die Urlaube in Zermatt, Chamonix, Island, Elbrus, Wien-Nizza, Biking Monte Rosa, … ein.
Nächstes Jahr geht es weiter, Split – Dubrovnic, notgedrungen wahrscheinlich wieder mit Amotion Adventure Tours als Reiseveranstalter ….

Kameramann bei eine Musikvideoproduktion:

Bei Bikevideos gehen mir langsam die Ideen aus bzw. für die wirklich großen Sachen spielen meine Gelenke einfach nicht mehr mit. Bevor ich das 20. Video vom Nasensteig mache lasse ich mich gerne für neue Projekte überreden. Gemeinsam mit Christoph von der Rockband Muttermilch haben wir und an die Umsetzung eines Musikvideos getraut.
Kurz zusammengefasst: mir hat es wirklich Spass gemacht und es wird nicht meine letzte Kameraarbeit bleiben, für mehr fehlt mir übrigens das Gehör – wie Dani schon mal festgestellt hat, ich  habe  einfach Schweinsohren ….

29er Almrausch

Jede Regenzeit hat mal eine Ende, oder es gibt zumindest mal eine kleine Pause zwischen den frühsommerlichen Unwettern.
Oliver und ich haben so eine kleine Pause für einen kurzen Ausflug auf einen meiner Hausberge genützt, um  ein paar abendliche Stimmungen einzufangen.

Verein Pferde Stärken – Therapie am Pferd

Diesmal gibt es einen ganz anderen Beitrag als die gewohnten Sportbilder und Videos: bis vor einem Jahr habe ich unter Pferde Stärken auch noch ganz was anderes verstanden –  jetzt assoziiere ich damit die tolle Arbeit von Andrea, Gabi, Monika, Gerlinde und all den weiteren Helfern im gleichnamigen Verein ‘Pferde Stärken’.

Im Video zieht Andrea eine kurze Bilanz über das vergangene Jahr: neben der fortlaufenden Therapiearbeit steht diesmal die Arbeiten am neuen Therapieplatz im Mittelpunkt.
Schranawand ist ein entzückender Platz, der aber natürlich auch von vielen anderen Reitbegeisterten genutzt wird. Dadurch ist es oft schwierig, die Ruhe oder auch den Platz für die Therapiearbeit zu finden. Die Idee eines eigenen Therapieplatzes schwirrt daher schon länger in den Köpfen herum.

Dieses Jahr war es dann soweit, dank tatkräftiger Unterstützung von Spendern (San Lucar und die Gemeinde Moosbrunn sind ganz besonders zu erwähnen) hat sich der Verein über das Abenteuer Reitplatz gewagt, die Arbeiten schreiten zügig voran!

Weiters macht es mir wirklich Spass zu beobachten, wie dich die Zwillinge David und Jonathan weiterentwickeln. Das liegt natürlich nicht nur an der Therapie sondern auch an der liebevollen Unterstützung durch die Eltern – aber die Freude, mit der sich die beiden aufs Pferd setzen, steckt richtig an.